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22. - 25. Mai 2012
 
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Jenoptik sieht sich nach Konzernumbau für Krisen gewappnet

Vorstandschef Michael Mertin sieht Jenoptik nach dem Konzern-Umbau besser für wirtschaftliche Schwächephasen gerüstet. "Das Unternehmen ist ein ganzes Stück fitter und krisensicherer geworden. Trotz Firmen-Verkäufen haben wir es geschafft, 2008 profitabel zu wachsen", sagte Mertin in einem Gespräch mit der dpa. Auch finanziell habe sich das börsennotierte Unternehmen, das sich nach der Trennung von mehreren Tochtergesellschaften auf sein Geschäft mit Lasern, Optik, Mess- und Sicherheitstechnik konzentriert, stabilisiert. "Wir haben absolut kein Finanzierungsproblem."

Quelle: heise online, 05.01.2009


Als Erfolg der Neuausrichtung wertete er den Wiederaufstieg der Jenoptik AG in den Technologiewerte-Index TecDAX der Frankfurter Börse. Der neue Vorstand, der seit eineinhalb Jahren im Amt ist, habe sich bei der Umstrukturierung der Geschäftsbereiche auf Markttrends konzentriert. So seien beispielsweise durch den Einstieg bei Laser-Anlagen für die Solarindustrie Marktschwankungen bei optischen Systemen für die kriselnde Halbleiterindustrie kompensiert worden. Für Stabilität sorge auch das Geschäft mit optoelektronischen Sensoren und Kameras für die Raumfahrtindustrie oder mit Sicherheitstechnik wie Wärmebildgeräten für den Grenzschutz. Wachstum verspricht sich Mertin bei den von Jenoptik produzierten Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen.

Zudem sei der Konzern, der 60 Prozent seines Umsatzes im Export erwirtschafte, mit der Eröffnung von Niederlassungen in Indien, China und Korea international besser aufgestellt. "Wir müssen im Ausland weiter wachsen", sagte Mertin. Dazu gehöre auch, Produkte stärker an die jeweiligen Märkte anzupassen und dort die Endmontage zu etablieren. "Es geht nicht um Produktionsverlagerung, sondern darum, mit deutscher Technologie ins Ausland zu gehen. Das sichert hier Arbeitsplätze."

Die Strategie des Vorstandes, "das Kerngeschäft vorsichtig weiter auszubauen", würde vom neuen Großaktionär, der österreichischen ECE Industriebeteiligungen GmbH (Wien), mitgetragen. Langfristig soll der ostdeutsche Technologie-Konzern mit derzeit rund 3400 Beschäftigten wieder die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro erreichen. Für 2008 werden Erlöse von knapp 550 Millionen Euro bei einem Betriebsergebnis von etwa 37 Millionen Euro erwartet. Angesichts des konjunkturellen Einbruchs wäre es falsch, aggressiv durch Zukäufe wachsen zu wollen, sagte Mertin. "Liquidität hat Vorrang." Wichtiger sei es, "den Abschwung für Innovationen zu nutzen. Wem das gelingt, der profitiert in der Zukunft."

Wegen des Nachfragerückgangs aus der Halbleiterindustrie ist nach Angaben des Vorstandschefs in Teilen der Sparte optische Systeme zu Jahresbeginn Kurzarbeit nötig. "Der Einbruch bei uns ist dank moderner Systeme etwas schwächer als im Gesamtmarkt." Kurzarbeit sei für ihn ein "vernünftiges Instrument, um qualifizierte Mitarbeiter zu behalten". Die Halbleiterkrise, die sich schon vor dem konjunkturellen Einbruch im Herbst abgezeichnet habe, treffe nur den kleineren Teil der Optik-Sparte. "Andere Aufträge federn einiges ab." (dpa) / (anw/c't)
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