Lichtstrommessungen einfacher und genauer
Wie viel Licht eine Lampe insgesamt in alle Richtungen abstrahlt wird durch ihren Lichtstrom ausgedrückt. Um den für die Bestimmung der Energieeffizienz von Lampen notwendigen Lichtstrom schnell zu ermitteln, werden vor allem von der Lampenindustrie sog. Ulbrichtkugeln eingesetzt.
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Kugelscanner, der einfach in die sonst |
Üblicherweise befindet sich an einer Stange in der Mitte der
Ulbrichtkugel eine E27-Lampenfassung, in die nacheinander die
Lichtstromnormallampe und die zu kalibrierende Lampe eingeschraubt
werden. Das indirekt auf den Messkopf fallende Licht erzeugt einen
Photostrom, der im Idealfall proportional zu dem von der Lampe
abgestrahlten Lichtstrom ist. Eine Voraussetzung dafür ist, dass jeder
Teillichtstrom in gleichem Maß zum Photostrom beiträgt unabhängig von
der Richtung, in der er abgestrahlt wird. Dies ist jedoch aufgrund der
in die Kugel eingebrachten Gegenstände (z.B. Lampenhalter und Shutter,
der eine direkte Beleuchtung des Messkopfes verhindert), bei einer
ungleichmäßigen Beschichtung der Kugel sowie bei einer im Laufe der
Zeit nicht zu verhindernden Verstaubung insbesondere der unteren
Kugelhälfte nicht der Fall. Um diesen Umstand zu berücksichtigen, muss
man a) sich beim Vergleich auf Lampen mit gleicher
Abstrahlungscharakteristik beschränken oder b) die Messunsicherheit
erhöhen oder am besten c) mit einem Kugelscanner (eine Lampe, die
motorisiert in alle Raumrichtungen gedreht werden kann) die Homogenität
der Kugel messen und daraus zusammen mit den
Abstrahlungscharakteristiken der beiden zu vergleichenden Lampentypen
einen Korrekturfaktor bestimmen.
Methode c) war für die meisten
Nutzer aber bislang nicht praktikabel, weil dazu der Lampenhalter aus
der Ulbrichtkugel ausgebaut werden musste und durch einen Halter für
den Kugelscanner ersetzt werden müsste, da dieser zusätzlich zu der
vorhandenen Stromversorgung der Lichtquelle und der Motoren auch noch
Steuerleitungen für die Befehlsübermittlung und Winkelabfrage benötigte.
Um eine räumliche Charakterisierung der Ulbrichtkugel auch ohne Umbau
zu ermöglichen, wäre es ideal, wenn der Kugelscanner direkt in die
vorhandene zweipolige Lampenfassung geschraubt werden könnte, in die
sonst die Normallampen hineingeschraubt werden. Hierfür wurden
Verfahren entwickelt, die es ermöglichen, einen Kugelscanner direkt in
eine zweipolige Lampenfassung einzubauen und trotzdem Informationen
zwischen Kugelscanner und Messprogramm zu übermitteln. Eines wurde in
Zusammenarbeit mit einer Firma beim Bau eines portablen
E27-Kugelscanner umgesetzt. Die Informationsübermittlung erfolgt mit
einer auf die Versorgungsspannung aufmodulierten hochfrequenten
Wechselspannung über die vorhandenen Zuleitungen.
Dieser neuartige Kugelscanner kann praktisch in jeder Ulbrichtkugel mit E27-Fassung genutzt werden und ermöglicht es so vielen Firmen erstmalig, Ihre Ulbrichtkkugeln ohne großen Aufwand abzuscannen. Zusammen mit den Abstrahlungscharakteristiken der zu vergleichenden Lampentypen kann jetzt ein wichtiger Korrekturfaktor mit bisher unerreichter Messunsicherheit bestimmt werden.




