HAWK siegt mit dem besten autonomen Luftschiff PauL
Fakultät Naturwissenschaften und Technik richtet ersten Wettbewerb in der Göttinger Lokhalle aus
Die Mannschaft der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik hat
den Wettbewerb autonomer Luftschiffe im Rahmen der Measurement2008 in
der Göttinger Lokhalle gewonnen, denn PauL war einfach der Beste. PauL
ist das HAWK-Luftschiff und es ist ein Hochleistungsergebnis aus dem
„Projekt autonomes Luftschiff, kurz PauL.
Beim ersten Wettbewerb
autonomer Luftschiffe (WaL)hatten Teilnehmer und Besucher die
Gelegenheit, Luftschiffe zu erleben, die vollkommen ohne Hilfe von
außen fahren und dabei verschiedene Aufgaben bewältigen können. Das
Projekt war unter der Federführung der Fakultät Naturwissenschaften und
Technik der HAWK realisiert worden. An der Umsetzung waren
ausschließlich freiwillige Helfer aus der Studierendenschaft und
Mitarbeiter der HAWK in Göttingen beteiligt.
Die Idee für den Wettbewerb war vor fast zwei Jahren auf
der Hannovermesse 2006 entstanden. Professor Dr.-Ing. Reinhard Gerndt vom
Forschungsnetz
INDIN - Industrial Informatics - hatte während der Messe ein Luftschiff
vorgeführt, das völlig autonom agierte und Besucher wie Aussteller
faszinierte. Gemeinsam mit Professor Dr.-Ing. Klaus Bobey vom
Forschungsnetz Bildgebende Sensortechnik und Dr. rer. nat. Arno
Ruckelshausen von der FH Osnabrück wurde die Idee eines gemeinsamen
Wettbewerbs geboren. Ruckelshausen hatte schon mehrfach auf dem
Siegertreppchen des „International Field Robot Event“ gestanden.
In Göttingen haben jetzt je ein Team der HAWK, der FH Braunschweig/
Wolfenbüttel und von der FH Osnabrück teilgenommen. Die HAWK ging mit
dem Luftschiff PauL (Projekt autonomes Luftschiff),einem gekauften
Prallluftschiff, dem so genannten Blim, unter der Leitung von
Teamleiter Herr Linkugel an den Start. Die Braunschweiger ließen das
Luftschiff Avaou, ebenfalls ein Blimp fahren und die Osnabrücker nahmen
mit Luftschiff AirOs, einem selbstkonstruierte Starrluftschiff teil.
Die Aufgaben der Teams/Luftschiffe waren:
1.) Zwei Umrundungen von zwei aufgestellten Wendemarken, vier Meter hohe Säulen, die mit LEDs bestückt waren.
2.) Verfolgungsrennen. Das Team der HAWK und der FH
Braunschweig/Wolfenbüttel
traten hier in drei Rennen gleichzeitig gegen einander an und mussten
versuchen, jeweils den anderen einzuholen, das Team von der FH
Osnabrück nahm nicht daran teil.
3.) Freestyle: Jedes Team hatte eine Zeit von fünf Minuten zur Verfügung und konnte alles zeigen, was es wollte.
Osnabrück:
Das Team hatte eine Funkkamera unter dem Schiff
angebracht
und zeigte Life-Bilder von einem Flug über den Parcours sowie die
Zuschauer. Das Luftschiff wurde dabei aber mit einer Fernsteuerung
betrieben.
Braunschweig:
Das Team wollte das Luftschiff in einem Radius
von
ca. 60 Zentimetern um die Säulen fliegen lassen, dabei sollte die
Spitze des Schiffes immer auf die Wendemarke zeigen. Leider ist dieser
Versuch nicht ganz gelungen.
HAWK:
Das Team ließ das Luftschiff über einen Computer
ferngesteuert fahren und zeigte verschiedene Wende- und Flugmanöver, um
die Wendigkeit, Agilität und Präzision des Vehikels zu zeigen. So ließ
man z.B. das Luftschiff direkt vor der Jury auf dem Boden zur Landung
sinken.
Neben den Aufgaben bewertete die Jury aber auch der Aufwand, die Konstruktion und die Kreativität der Teams.
Rund hundert Besucherinnen und Besucher hatten sich in der Göttinger Lokhalle eingefunden und waren von Technik und Geschick der Gefährte begeistert. HAWK-Prof. Dr.-Ing. Jens Peter Kärst kommentierte das Geschehen. Nach Abschluss aller Aufgaben gab die Jury dann ihr Votum: Die HAWK bekam den ersten Platz, Osnabrück landete auf dem zweiten Platz und Braunschweig/Wolfenbüttel belegte den dritten Rang.



