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Hörforscher erfolgreich im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums

Das Oldenburger "Haus des Hörens" und die HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben in einem Konsortium der weltweit führenden Hörgeräte-, Cochlea-Implantat- und Audiosystem-Hersteller im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den Sprung in die zweite Runde geschafft.

MHH, 11.03.2008


Das Oldenburger "Haus des Hörens" (Kompetenzzentrum HörTech, Universität Oldenburg, Hörzentrum und Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/ Wilhelmshaven) hat zusammen mit der HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und einem Konsortium der weltweit führenden Hörgeräte-, Cochlea-Implantat- und Audiosystem-Hersteller im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den Sprung in die zweite Runde geschafft. Damit gehört es zu den 12 besten deutschen Konsortien aus Universitäten, Industrie-Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Insgesamt hatten sich 38 Konsortien an der ersten Runde des BMBF-Wettbewerbs beteiligt. Im September entscheidet sich, welche fünf Konsortien mit Fördergeldern in Höhe von jeweils bis zu 40 Millionen Euro unterstützt werden.

"Das Erreichen der zweiten Runde ist ein Riesenerfolg für unseren Hörforschungs-Verbund. Wir sind damit in die Champions-League der deutschen Forschungslandschaft aufgestiegen." freut sich der Sprecher der Initiative, Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier. "Die Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Hochschule Hannover und den Oldenburger Hör-Institutionen in der Audiologie-Initiative Niedersachsen, die Unterstützung durch international führende Firmen wie Sennheiser und schließlich die Einrichtung einer Fraunhofer-Projektgruppe des Ilmenauer Instituts in Oldenburg haben auch zu diesem Erfolg beigetragen", ergänzt Prof. Dr. Thomas Lenarz, Leiter der HNO-Klinik der MHH. "Unsere anfänglichen Erfolge in der Exzellenz-Initiative und die kontinuierliche Unterstützung des Landes Niedersachsens mit dem Ziel, den anwendungsorientierten Aspekt der Hörforschung stärker in Richtung auf ein wirtschaftliches Alleinstellungsmerkmal für die gesamte Region zu entwickeln, haben uns geholfen". Unter dem Titel "Auditory Valley: Hören in Niedersachsen" hat das Konsortium die Vision entwickelt, die Region Hannover/Oldenburg zu dem weltweit führenden Entwicklungs- und Produktionszentrum für Hörsysteme aller Art auszubauen.

Pressekontakt
HörTech gGmbH: Corinna Pelz, HörTech gGmbH, Tel: (0441) 2172-203, Fax: -350, eMail: c.pelz@hoertech.de
Hörzentrum Hannover: Bettina Dörr, Hörzentrum Hannover, Tel: (0511) 5326846, eMail: doerr@hoerzentrum-hannover.de

Redaktioneller Hinweis:
Die Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover bietet das gesamte Spektrum der HNO-Medizin. Weltweit führend ist sie in der Versorgung hochgradig schwerhöriger oder komplett ertaubter Menschen mit den modernsten Hörsystemen. Die HNO-Klinik verfügt über das international größte Cochlea-Implantat-(CI)Programm. Bis 2007 konnten mehr als 3.700 Erwachsene und Kinder implantiert werden. Pro Jahr werden alleine etwa 400 Patienten neu mit einem CI versorgt. Bei Patienten mit einer Hörnerventaubheit kommen auditorische Hirnstammpotentiale und das neu entwickelte Mittelhirnimplantat zum Einsatz. Ein wesentlicher Teilbereich der HNO-Klinik stellt das Hörzentrum Hannover dar. Hier wird das gesamte Spektrum der Diagnostik, der Therapie sowie der Hörsystem- und CI-Versorgung unter einem Dach zusammengefasst. Die Behandlung der Patienten basiert auf einem Konzept der eng verzahnten Zusammenarbeit zwischen HNO-Ärzten, Akustikern, Herstellern und Wissenschaftlern bis zur Entwicklung von Medizinprodukten. Das Spektrum der HNO-Klinik konnte in den letzten Jahren durch die Versorgung mit teilimplantierbaren Hörsystemen - Mittelohrimplantate - als Alternative zu konventionellen Hörsystemen ergänzt werden. Diese bieten insbesondere in Situationen mit Umgebungsgeräuschen bessere Möglichkeiten beim Sprachverstehen. Im gesamten Team der HNO-Klinik arbeiten circa 150 Personen, davon etwa 25 Ärzte, zehn Pädagogen, zehn Ingenieure, 25 Mitarbeiter in der Forschung sowie etwa zehn Personen in der Audiologie. www.mh-hannover.de - www.hno-mhh.de - www.hoerzentrum-hannover.de

Die HörTech gGmbH wurde 2001 als Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik vom Hörzentrum Oldenburg und der Universität Oldenburg gegründet. Ziel der gemeinnützigen Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und die Gewinnung neuer Methoden und Erkenntnisse im Bereich des Hörens. Das Institut, das ursprünglich aus einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hervorgegangen ist, genießt mittlerweile internationale Anerkennung und leistet viel beachtete Grundlagenforschung zur Verbesserung von Hörgeräte-Technik. Die Mitarbeiter der HörTech suchen nach neuen Möglichkeiten, Hörgeräte besser an die individuellen Bedürfnisse ihrer Träger anzupassen, sowie nach Methoden, die die Rehabilitation von Hörgeschädigten erleichtern. Für die wissenschaftliche Arbeit werden neueste Erkenntnisse über Audiologie und digitale Verarbeitung von Signalen zusam-mengeführt. Dabei greift die HörTech auf ein bundesweites Kompetenz-Netzwerk zurück. Sitz der HörTech gGmbH ist das "Haus des Hörens" in Oldenburg-Wechoy: www.hoertech.de.
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