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79 Hochschulen beim Professorinnenprogramm erfolgreich

Technische Universität Braunschweig und Fachhochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen gehören zu den herausragenden Vorbilder für chancengerechte Hochschulen

Pressemitteilung BMBF, 03.09.2008


Schavan: "Wir bringen mehr Wissenschaftlerinnen an die Spitze" / Hochschulen mit positiv begutachteten Gleichstellungskonzepten sind förderwürdig

79 Hochschulen aus 15 Bundesländern haben sich erfolgreich mit ihren Gleichstellungskonzepten auf die erste Ausschreibung des von der Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern aufgelegten Professorinnenprogramms beworben. Damit sollen in der ersten Runde nun bis zu 140 Stellen für hochqualifizierte Spitzenforscherinnen gefördert werden. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte und von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Programm unterstützt deutsche Hochschulen dabei, langfristige Perspektiven für hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen zu schaffen. Die Förderung der Berufung von Professorinnen an den erfolgreichen Hochschulen bewirkt eine nachhaltige Erhöhung der Anzahl von Wissenschaftlerinnen in Spitzenpositionen. "Mit dem Professorinnenprogramm bringen wir mehr exzellente Forscherinnen an die Spitze. Junge Frauen erhalten so Vorbilder und Motivation für ihre Wissenschaftskarrieren – weibliche Talente in Gestaltungspositionen geben Forschung und Entwicklung neue Impulse!", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Mittwoch.

Insgesamt 113 Hochschulen, das sind rund ein Drittel aller deutschen Hochschulen, haben sich mit ihren Gleichstellungskonzepten beworben. Eine beachtliche Anzahl davon kam aus den neuen Ländern.

Von den 79 erfolgreichen Einreichungen, die alle Förderanträge stellen können haben die Spitzenbewertung die:
Universität Bremen (Bremen)
Hochschule für angewandte Wissenschaften (Hamburg)
Universität Hamburg (Hamburg)
Universität Kassel (Hessen)
Technische Universität Braunschweig (Niedersachsen)
Fachhochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (Niedersachsen)
Universität Trier (Rheinland-Pfalz)

erzielt und sind damit herausragende Vorbilder für chancengerechte Hochschulen.

Zunächst beurteilten die externen Gutachterinnen und Gutachter die eingereichten Gleichstellungskonzepte. Nur Hochschulen mit durchgängigen und verbindlichen, chancengerechten Strukturen sind erfolgreich begutachtet worden. Hierin liegt die beabsichtigte, nachhaltige Verbesserung der Karriereaussichten für Wissenschaftlerinnen. Im nächsten Schritt erhalten diese positiv bewerteten Hochschulen nach erfolgter Berufung eine Förderung von bis zu drei Professorinnenstellen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Länder stellen zusammen für das Programm 150 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert wird damit die Anschubfinanzierung für fünf Jahre für – vornehmlich vorgezogene – Berufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren. Aber auch die Finanzierung von Berufungen auf eine freie Professur ist möglich. Je Berufung und Jahr liegt die Fördersumme bei bis zu 150.000 Euro, die zur Hälfte vom BMBF und vom jeweiligen Sitzland der Antrag stellenden Hochschule getragen werden. Das Besondere an dem Professorinnenprogramm ist, dass die Förderung die positive Begutachtung eines Gleichstellungskonzeptes der sich bewerbenden Hochschule voraussetzt. Die Begutachtung erfolgt durch ein unabhängiges Expertengremium, das sich aus herausragenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung und Hochschulmanagement zusammensetzt.

Weitere Informationen zum Professorinnenprogramm finden sich im Internet unter http://www.bmbf.de/de/494.php

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