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Laserlicht enthüllt Neues über Zellen

Das Verbundzentrum CrossBit im Groß-Buchholzer Medical Park, wo Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen seit rund einem Jahr zu Biomaterialien und Implantaten forschen, ist um eine Attraktion reicher:

Quelle: HAZ, 07.02.2009

Am Freitag präsentierten CrossBit-Geschäftsführer Manfred Elff und Prof. Alexander Heisterkamp vom Laserzentrum Hannover (LZH) das neue, mit Geräten für rund 600 000 Euro hochmodern eingerichtete Biophotoniklabor. Mit diesem Labor erweitern sich die Forschungsmöglichkeiten des von der Leibniz Universität, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem LZH und der Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHO) gegründeten Zentrums deutlich. „Mit dem neuartigen Lasermikroskop können wir ganz präzise Bilder von Zellen und Geweben machen und diese sogar manipulieren. Dazu kommt ein Spezialgerät für ultradünne Laserschnitte“, erklärte Heisterkamp, der im Laserzentrum bereits mit einer ähnlichen Pilotanlage arbeitet. Das Beste: Theoretisch kann das Mikroskop der aus dem LZH ausgegründeten Firma Rowiak auch lebende Tiere durchleuchten. Beispielsweise könnte man damit beobachten, wie sich ein Implantat in einer Maus verhält, ob es etwa Entzündungen hervorruft oder gut anwächst. „Bislang sind wir allerdings noch weit von einer derartigen Untersuchungsroutine entfernt“, sagte Rowiak-Mitarbeiter Fabian Will. Lebende Zellen oder unbehandeltes Gewebe dagegen sind schon heute kein Problem für das „Cell Surgeon“ (übersetzt etwa: „Zellchirurg“) genannte Lasermikroskop. Während ein Lichtmikroskop nur etwa 30 bis 40 Nanometer tief in ein Gewebe „sehen“ kann, bildet der „Cell Surgeon“ mit seiner Nah-Infrarottechnik mühelos Tiefen von 500 Nanometer bis zu einem Millimeter ab. „Außerdem können wir sogar völlig ohne Farbstoffe Strukturen in Zellen und Geweben zeigen“, sagte Heisterkamp. Und das Gerät kann noch mehr, wie Heisterkamps Kollege, der Zellbiologe Anaclet Ngezahayo, in seinem Kurzvortrag verdeutlichte: So kann der Wissenschaftler die ultrakurzen Laserpulse des Gerätes auch als Werkzeug nutzen – etwa um Zellbestandteile wie die sogenannten Mitochondrien zielgerichtet auszuschalten oder winzige Löcher in die Zellhülle zu schießen, durch die anschließend Erbgut für eine Genmanipulation eingeschleust werden kann.

Von Nicola Zellmer
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