Umweltschutz beim Laserstrahlfügen
Im Rahmen eines Forschungsprojektes sollen Emissionen ermittelt werden, die beim Laserstrahlschweißen und -löten auftreten. Unternehmen haben damit die Möglichkeit, Schutzmaßnahmen für Produktionsprozesse besser planen zu können. Eigene Messungen werden überflüssig.
Quelle: Photonik, Februar 2009
Durch Messungen im Abluftstrom (Erfassungsluft, Abluft, Reinluft) von Laserkabinen werden am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) Kennzahlen gesammelt und die Emissionen bewertet. Daraus lassen sich Kosten für den Umweltschutz beim Laserstrahlschweißen und -löten metallischer Werkstoffe abschätzen. Der wirtschaftliche Nutzen ergibt sich gerade für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) durch das Wegfallen eigener Messungen. Mit den ermittelten Daten können Betriebe schon bei der Planung der Laseranlage und der Bearbeitungsprozesse die Schutzmaßnahmen (Erfassungs-/Abluftreinigungssysteme) optimal konfigurieren. Das führt einerseits zu niedrigeren Emissionsraten, andererseits sinkt bei optimaler Auslegung der Aufwand für Erfassungs- und Abluftreinigungssysteme, was sich als Kostenersparnis für die Betriebe auswirkt. Diese Kennzahlen und Ergebnisse sollen u.a. über die LZH-Internetseite aus einer interaktiven Datenbank dauerhaft kostenlos abrufbar sein. Firmen haben dadurch Zugriff auf die neuesten Ergebnisse, können Schutzmaßnahmen wie z.B. Abluftreinigungssysteme auswählen und besser planen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert und vom Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS) und der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) betreut. Neben den Großunternehmen Volkswagen AG und Daimler AG sind sechs deutsche KMU am Projekt beteiligt.
AnsprechpartnerJürgen Walter
Tel. 0511/2788-478
eMail: j.walter@lzh.de