Zellbiologen vergeben Auszeichnung an Rudolf Jaenisch
MIT-Professor hält Carl Zeiss Lecture
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Professor Dr. Rudolf Jaenisch vom MIT ist der diesjährige Preisträger der Carl Zeiss Lecture. |
JENA, 25.03.2009.
Professor Dr. Rudolf Jaenisch ist der Preisträger der Carl Zeiss
Lecture. Jaenisch ist Professor am Massachusetts Institute of
Technology (MIT) und Gründungsmitglied des Whitehead Instituts für
Biomedizin (Cambridge, USA).
Dr. Richard Ankerhold (Carl Zeiss) überreicht heute die höchste
wissenschaftliche Auszeich- nung der Deutschen Gesellschaft für
Zellbiologie (DGZ). Der vom Bereich Mikroskopie von Carl Zeiss
gestiftete Preis wird seit 1990 jährlich für international
herausragende Erkenntnisse verliehen. Damit verbunden ist ein
wissenschaft- licher Gastvortrag auf der Jahrestagung der DGZ, die vom
24. bis 27. März in Konstanz stattfindet.
Jaenisch widmet sich verstärkt dem therapeu- tischen Klonen im
Tiermodell und der Stammzell- forschung. Als erster Genetiker wies er
2002 nach, dass ein Gendefekt in Mäusen durch therapeutisches Klonen
geheilt werden kann.
Besondere Anerkennung verdienen seine Bei- träge zur Epigenetik. Das
Spezialgebiet der Biologie befasst sich mit Zelleigenschaften, die auf
Tochterzellen vererbt werden und nicht in der DNA festgelegt sind.
Jaenisch war zwar maßgeb- lich an der Erarbeitung der Techniken zum
Klonen von Säugetieren beteiligt, spricht sich aber öffent- lich gegen
das Klonen von Menschen aus. Laut Jaenisch kommt es bei derartigen
Experimenten an Tieren immer wieder zu schweren Behinde- rungen, die er
auf die epigenetische Program- mierung zurückführt.
Seit 1984 untersucht er speziell solche Wachs- tumsprozesse von
Embryonen, bei denen sich je nach Zeit und Ort verschiedene Gene an-
oder abschalten, damit die Entwicklung ordnungs- gemäß ablaufen kann.
Jaenisch hofft dadurch nicht nur Antworten auf grundlegende Fragen der
Embryonalentwicklung zu erhalten, sondern auch den Ursachen der
Entstehung von Krebs und anderen Krankheiten näher zu kommen.
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