Faseroptische Gassensoren
Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI), Berlin, hat in Kooperation mit der Technischen Universität Clausthal auf dem Campus in Goslar die Abteilung ‚Faseroptische Sensorsysteme’ eröffnet.
Quelle: Photonik, Juni 2009

Die neue Gruppe entwickelt Sensoren und Systeme zur Messung von Gaskonzentrationen unter Echtzeitbedingungen. Dazu werden z.B. Mikro-Stimmgabeln mittels Lasermaterialbearbeitung aus nahezu beliebigen optischen Materialien gefertigt und mit optischen Fasern gekoppelt. Diese faseroptischen Sensoren lassen sich dann mit Laserlicht anregen und nehmen Resonanzen aus ihrer Umgebung auf. Aus deren Messung lässt sich selektiv auf anwesende Gase und deren Konzentration schließen.
Anwendung findet das Verfahren in der Energie-, Sicherheits- und Medizintechnik. Faseroptische Sensornetzwerke lassen sich u.a. zur Prozesssteuerung oder zur Früherkennung von Krankheiten wie TBC oder Krebs einsetzen, indem Gaskonzentrationen oder der Atem eines Patienten analysiert werden.
Die Kooperation von TU Clausthal und HHI wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur durch eine Anschubfinanzierung für fünf Jahre unterstützt.
* http://www.hhi.fraunhofer.de
* http://www.tu-clausthal.de