Neues Video: Niedersachsen – weit vorn in der Lasertechnik
"Niedersachsen ist wunderschön. Besonders morgens im Licht der ersten Laserstrahlen." Kein Wunder, denn Laser sind in Niedersachsen allgegenwärtig. Hier werden die präzisesten und leistungsstärksten Laser entwickelt und gebaut. International erfolgreiche Hightech-Unternehmen und Forschungsinstitute machen das Land führend in der Lasertechnologie.
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Mit dem Werkzeug Licht entsteht in Niedersachsen eine Vielzahl innovativer Produkte und Verfahren, wie einige Beispiele verdeutlichen. So stammt die ultrapräzise Mess- und Kommunikationstechnik für die Erforschung des Weltraums aus dem Laserzentrum Hannover (LZH) und der Innolight GmbH.
Das LZH, das eng mit der Leibniz Universität Hannover zusammenarbeitet, entwickelt Speziallaser für die Industrie und für große Forschungsprojekte, aber auch für kleinere und mittlere Unternehmen. Zum Beispiel arbeiten nahezu alle Gravitationswellendetektoren der Welt mit Lasern aus Hannover. Aktuell entwickelt das LZH einen Laser für eine künftige europäisch-amerikanische Marsmission. Der in einem Marsrover eingebaute Laser soll unter anderem entnommene Gesteinsproben über Bestrahlungstests charakterisieren. Die jüngste Innovation des LZH ist ein Super-Laser mit viel höherer Leistung als seine Vorgänger, der zugleich nur halb so viel Energie braucht. Dabei ist seine Grundfläche nicht größer als ein DIN-A5-Blatt. Technisch gelingt dies durch die Kombination innovativer Laserstäbe und neuer Diodentechnologie. Einsatzfelder findet der effiziente Laser vor allem in der Industrie: bei der Herstellung von Solarzellen und der Mikrostrukturierung von großen Flächen wie zum Beispiel Turbinenschaufeln oder Halbleitermaterialbearbeitung. Das LZH findet zudem Lösungen für alltägliche Probleme wie die Haltbarkeit von Zahnkronen. Lasergenerierte Mikrostrukturen auf der Innenfläche von Zahnkronen aus Keramik schaffen eine „Verzahnung am Zahn“ und lassen die Kronen beim Verkleben der Kronen besser haften.
Das Alltagsleben hatte auch das Laser Laboratorium Göttingen e.V. im Blick, als es eine Methode zur lasergestützten Herstellung fälschungssicherer Münzen entwickelte. In enger Kooperation mit den Instituten der benachbarten Hochschulen und Max-Planck-Gesellschaften befasst sich das Institut mit anwendungsbezogener Grundlagenforschung: von der Entwicklung berührungslos arbeitender Lasermesstechniken bis hin zur Produktveredelung, der Herstellung neuer Produkte unter Verwendung von Lasern und der Entwicklung neuer Lasersysteme. So ist das Laser Laboratorium mit neuen Laserwellenlängen von 315 Nanomillimetern Krankheitserregern auf der Spur. Der neue DPSS-Laser – ein mit der Strahlung von Diodenlasern gepumpter Festkörperlaser - regt beispielsweise eine zu untersuchende Blutprobe derart an, dass Krankheitserreger in einem früheren Stadium erkannt werden können als durch bisher verwendete Stickstofflaser. Der positive Effekt: Die Heilungschancen steigen.
Den Technologie- und Know-how-Transfer zwischen Industrie und Wissenschaft hat sich die Laser-Laboratorium Göttingen GmbH auf die Fahnen geschrieben. Die GmbH ist vor allem im Bereich der berührungslosen Messtechnik präsent und bietet diese Techniken zur Prozesskontrolle an. Zur Produktpalette gehört ein mobiles Fluoreszenzspektrometer, einsetzbar in der Umweltmesstechnik, Trink- und Rohwasserkontrolle oder Altlastensanierung, sowie ein kompaktes Plug & Play Powermeter zur schnellen und stabilen Bestimmung von Laserlichtleistung über einen weiten Leistungs- und Spektralbereich.
Maschinen und Lasersysteme für die Elektronikfertigung, die Medizintechnik, die Automobilindustrie und für die Herstellung von Solarzellen sind die Spezialität der LPKF Laser & Electronics AG. Die hier entwickelten Fertigungsverfahren sind wirtschaftlich vorteilhafter als konventionelle Verfahren. Heute gehört das Unternehmen zu den Weltmarktführern im Bereich In-house Rapid PCB Prototyping und StencilLaser. Eine der Aufgaben, mit der sich die große Forschungs- und Entwicklungsabteilung befasst, sind Maschinen, die mit Laserhilfe Antennen dreidimensional in Handygehäuse einbringen können. Das spart Platz, zumal moderne Mobiltelefone dank Zusatzfunktionen wie GPS, Bluetooth und W-LAN heute bis zu vier Antennen haben müssen.
Die Micreon GmbH zählt weltweit zu den renommiertesten Auftragsfertigern und Technologieberatern für die Mikrobearbeitung mittels Femtosekundenlasern. Das moderne Laserverfahren ermöglicht die schädigungsarme Bearbeitung von festen Materialien mit Genauigkeiten im Mikro- und Nanometerbereich. Micreon entwickelt, produziert und veredelt unter anderem Bauteile für die Medizintechnik, Elektronik, Pharmaindustrie und für den Werkzeug- und Automobilbau.
Ebenfalls auf der Femtosekunden-Lasertechnologie beruhen die opto-elektronischen Produkte der Rowiak GmbH. Das Produktspektrum umfasst Systeme zum berührungsfreien Schneiden von biologischen Geweben oder verschiedenen Werkstoffen sowie Instrumente zum präzisen, nicht-invasiven Manipulieren von Zellen und Zellstrukturen. Bei Rowiak entstand unter anderem das weltweit erste Lasermikrotom - ein Gerät zum berührungsfreien Schneiden von biologischen Geweben und verschiedenen Materialien. Die neueste Entwicklung ist ein zugehöriges Navigations-Modul, mit dessen Hilfe die innere Struktur von Proben dreidimensional sichtbar gemacht werden kann.
Kontakte:
Laser Zentrum Hannover e.V.
Michael Botts
Hollerithallee 8
30419 Hannover
Tel.: + 49 (0)511 27 88 -151
E-Mail: m.botts@lzh.de
www.laser-zentrum-hannover.de
Nähere Informationen zur Ansiedlung:
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Thorsten Schwanert
Osterstraße 60
30159 Hannover
Tel.: +49 (0)511 897039 – 21
E-Mail: Thorsten.Schwanert@nglobal.de
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