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Photonics Europe 2010 in Brüssel

Auf der SPIE Photonics Europe 2010 traf sich die Branche vom 12.-16. April in Brüssel. Neueste Forschung, intensives networking und die EU Initiativen für Photonik standen im Mittelpunkt der Tagung.

Quelle: Pro-Physik, 16.04.2010

 

  100416_PhotonicsEurope_Hell-plenary_200.jpg
  Abb.: Stefan Hell sprach im Plenarvortrag
über die Möglichkeit, mit optischer
Mikroskopie einzelne Moleküle aufzulösen.
(Bild: SPIE)
  100416_PhotonicsEurope_Posterpreis_200.JPG
  Abb.: Jürgen Popp überreicht den Preis für
die beste Posterpräsentation im Bereich
Biophotonik an Nika Razansky von der
TU München.
(Bild: privat)
Alle zwei Jahre veranstaltet die SPIE Europe eine Tagung zu den wesentlichen Forschungsthemen im Bereich Photonik. In diesem Jahr fand sie erstmals in Brüssel statt. Auch dieses Mal zog sie wieder über 2.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt an. Damit hat sich die Veranstaltung nach nur wenigen Jahren als eine der größten ihrer Art in Europa etabliert. Die begleitende Industrieausstellung ist mit 131 Ausstellern leicht geschrumpft (2006: 150), was aber angesichts der von der Finanzkrise teilweise schwer getroffenen Branche ein recht gutes Ergebnis ist.
 

Der Fokus der Tagung lag auf Themen aus den Bereichen Photonik, Optik, Laser und Mikro/Nanotechnologien. Im Detail gliederte sich die Tagung in nicht weniger als 19 Teilkonferenzen zu Themen wie zum Beispiel Metamaterialien, Biophotonik, Optische Modellierung oder Photonik für Solar-Energie-Systeme. Daneben gab es eine Vielzahl von Veranstaltungen, die der Kommunikation und der Vernetzung über die Grenzen der Forschungsthemen hinaus dienten. Dazu gehörten zum Beispiel die Treffen der ‚Women in optics‘, einige Students workshops aber auch Treffen im Kontext europäischer Initiativen wie Photonics21.

In seinem Vortrag zur Eröffnung der Konferenz stellte Giorgio Anania (Vize-President von Photonics21) fest: „Networking creates opportunities“. Er gab einen Überblick, wie Photonics21 seit ihrer Gründung 2004 Photonik als enabling technology in Europa vorangebracht hat. Mit mehr als 1400 Mitgliedern aus 49 Ländern hat es Photonics21 geschafft, der Branche einen Platz in der Brüsseler Forschungs- und Förderpolitik zu sichern.

 
In Plenarvorträgen berichteteten Stefan Hell vom Max-Planck Institut für Biophysikalische Chemie und Kishan Dholakia von der University of St. Andrews über ihre Forschung. Stefan Hell ist es gelungen, mit seiner STED-Methode das Abbesche Beugungslimit in der Mikroskopie zu umgehen und individuelle Moleküle abzubilden. Kishan Dholakia sprach über Fortschritte in der Mikromanipulation, was zum Beispiel die Medikamentengabe mit Licht ermöglichen könnte.

Zu den Höhepunkten der Tagung gehörte sicher auch die Vergabe verschiedener Preise. So vergab Photonics21 zwei Student Innovation Awards an Natalie Vermeulen (Vrije Universiteit Brussels) und Sedat Nizamoglu (Bilkent Universität). Der Preis wurde unterstützt von Thales, SPIE Europe und dem EU-Projekt ACCORD.
Im Rahmen der Konferenz “Biophotonics: Photonic Solutions for Better Health Care“ ging der Preis für die beste Poster Präsentation an R. Nika Razansky von der TU München. Thema Ihrer Arbeit war: "High Resolution Single-Mode-Fiber-Based Sensor for Intravascular Detection of Fluorescent Molecular Probes". Der Preis wurde im Anschluß an die Postersession durch Jürgen Popp (IPHT Jena, Universität Jena) übergeben. Zum Posterpreis gehört ein Büchergutschein über 500 Euro, den das Journal of Biophotonics und der Wiley-VCH-Verlag als Sponsoren unterstützen.

Last but not least spielte auch die Industrieausstellung eine bedeutende Rolle in der Vernetzung vor Ort. Mit speziellen Bereichen wie dem Photonics Innovation Village und European Networks gaben die Veranstalter verschiedensten kleinen und großen Partnern aus Industrie und Wissenschaft eine Plattform, um sich vorzustellen und neue Kontakte in der Branche zu knüpfen.


SPIE Europe / at

Weitere Infos:

* Website der SPIE Photonics Europe:
http://spie.org/x12290.xml

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