Furchen verbessern Laserleistung
Physik Journal - Ein THz-Quantenkaskadenlaser erreicht eine bessere Strahlqualität, wenn seine Oberfläche mit kleinen Furchen strukturiert wird.
Quelle: Pressemitteilung Pro-Physik, 23.08.2010
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| Bild: Die strukturierte Austrittsfläche des Quantenkaskadenlasers (a: rasterelektronenmikroskopische Aufnahme) verbessert das zweidimensionale Intensitätsprofil im Fernfeld (b: gemessen; c: gerechnet). (Bildquelle: Nature Materials) |
Bislang versuchten Forscher diesem Problem vor allem durch Korrekturelemente im Strahlengang beizukommen oder durch Gitter höherer Ordnung oder photonische Kristalle, durch die sich die Austrittsfläche der Laserstrahlquelle optisch vergrößern lässt. Allerdings macht das den Aufbau sehr filigran und justageanfällig, oder die Schwellenstromdichte für die Laseraktivität steigt.
Wissenschaftler der amerikanischen Harvard University und der britischen University of Leeds haben nun einen Weg gefunden, mit dem sich diese Nachteile vermeiden lassen. Sie haben die Oberfläche eines QCL mit Furchen strukturiert, deren Abstände viel kleiner als die Wellenlänge der Strahlquelle (100 µm) sind. Der Laser emittiert bei einer unbehandelten Grenzfläche sowohl direkt ins Fernfeld als auch in Oberflächenplasmonen. Der Wellenvektor der Laserstrahlung im Wellenleiter des QCL unterscheidet sich dabei stark von den Wellenvektoren des Fernfelds und der Oberflächenwellen. Durch die Strukturierung fällt der Übergang jedoch nicht mehr so drastisch aus, sodass die Struktur dank der veränderten Dispersion wie ein Kollimator wirkt: Die abgegebene Leistung des QCL steigt (ums Sechsfache) und die Strahldivergenz sinkt von 180° auf 10°.
Michael Vogel
Quelle: Physik Journal, August/September 2010, S. 18



