„Gezähmte Blitze“ im Verbund
Wissenschaftliches Projekt bringt 1,4 Millionen Euro in die Region
Quelle: Pressemitteilung Laser-Laboratorium Göttingen e. V., 22.02.2010
Göttinger Wissenschaftler initiierten einen Innovationsverbund, um Unternehmen mit neuen Plasmatechnologien vertraut zu machen. 17 regionale Unternehmen haben sich bereits angeschlossen. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit 1,4 Mio. €
| Die Initiatoren (von link nach rechts): Herr Prof. Viöl, Herr Dr. Wieneke, Frau Brand, Frau Palm, Herr Kaestner, Prof. Bräuer, Dr. Bewilogua |
Göttingen als die „Stadt, die Wissen schafft“, ist längst bekannt für außergewöhnliche Erfindungen und kluge Köpfe. Den Göttinger Forscherinnen und Forschern aus dem Laser-Laboratorium Göttingen (LLG) und der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst ist es in den letzten Jahren gelungen, Plasma, das elektrisch leitende Gasgemisch, das unter anderem für die Leuchtkraft von Blitzen sorgt, für neue Technologien und Methoden nutzbar zu machen. So können jetzt z. B. schmerzhafte Hautreizungen geheilt und Materialoberflächen verbessert und veredelt werden.
Problematisch ist nur, dass die Erfindungen den Unternehmern fremd sind und daher das Ziel, industrielle Prozesse einfacher, umweltfreundlicher und kostengünstiger zu gestalten, schwer erreichbar ist. Abhilfe soll hier ein Projekt schaffen, das von Professor Dr. Wolfgang Viöl, Institutsdirektor des LLG und forschender Hochschulprofessor der HAWK, mit Dr. Stephan Wieneke, Leiter der 2009 neu gegründeten LLG-Abteilung Laser-Plasma-Hybridtechnologie, initiiert worden ist: NIP, der Niedersächsische Innovationsverbund Plasmatechnik, ist ein Informations- und Forschungsverbund, in dem die neuen technischen Möglichkeiten und ihr industrieller Nutzen den kleinen und mittelständischen Unternehmen präsentiert und in gemeinsamer Arbeit an die speziellen Bedürfnisse der Industrie angepasst werden sollen.
Problematisch ist nur, dass die Erfindungen den Unternehmern fremd sind und daher das Ziel, industrielle Prozesse einfacher, umweltfreundlicher und kostengünstiger zu gestalten, schwer erreichbar ist. Abhilfe soll hier ein Projekt schaffen, das von Professor Dr. Wolfgang Viöl, Institutsdirektor des LLG und forschender Hochschulprofessor der HAWK, mit Dr. Stephan Wieneke, Leiter der 2009 neu gegründeten LLG-Abteilung Laser-Plasma-Hybridtechnologie, initiiert worden ist: NIP, der Niedersächsische Innovationsverbund Plasmatechnik, ist ein Informations- und Forschungsverbund, in dem die neuen technischen Möglichkeiten und ihr industrieller Nutzen den kleinen und mittelständischen Unternehmen präsentiert und in gemeinsamer Arbeit an die speziellen Bedürfnisse der Industrie angepasst werden sollen.
| Das neue Plasmagerät bei einer Oberflächenbehandlung | |
| „Gezähmte Blitze“ im Einsatz: Plasma-Bearbeitung von einer Metalloberfläche |
Gemeinsam mit 16 weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der HAWK, dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, dem LLG und der Technischen Universität Braunschweig ist es den beiden Experten gelungen, das Land Niedersachsen für das Projekt zu begeistern und ca. 1,4 Mio. € an Fördergeldern zu erhalten.
Das Projekt wird die wissenschaftlichen Netzwerke Göttingens, die durch zahlreiche gemeinsame Erfolge gefestigt sind, noch weiter stärken und um die Kooperation mit der TU Braunschweig, dem Fraunhofer IST, dem bundesweiten Netzwerk INPLAS e. V. sowie die Einbindung vieler regionaler und überregionaler Unternehmen bereichern. Seit dem Beginn der Arbeit von NIP im Dezember 2009 wurden schon neun Forschungsprojekte erarbeitet, die in 2010 anlaufen werden. Die Strukturen des Verbundes ermöglichen es auch, noch mehr interessierte kleine und mittelständische Unternehmen mit einzubeziehen und so weitere wertvolle Impulse für die Forschungsarbeit zu gewinnen.
Wohin neue Impulse führen können, zeigen die bisherigen Erfolge der Arbeit mit Plasma: Durch die im LLG entwickelten Geräte kann z. B. der natürliche Rohstoff Holz mit der umweltschonenden Plasmatechnologie länger haltbar gemacht werden, was die Ressourcen entlastet und die Sicherheit im Umgang mit dem Material erhöht. Aber Holz ist längst nicht das einzige Anwendungsgebiet, denn nahezu auf allen Materialien können durch Plasma maßgeschneiderte Oberflächen mit den unterschiedlichsten Funktionen erzeugt werden, die z.B. bei medizinischen Anwendungen große Fortschritte versprechen.
Die Möglichkeiten zur Verwendung von Plasma-Entladungen sind noch längst nicht erschöpft. Viele gemeinsame Projekte stehen bevor, die den Wissenschaftsstandort Göttingen weiterhin attraktiv gestalten und zur nachhaltigen Verbesserung von aktuell genutzten Methoden und zur Bildung neuer Kooperationen genutzt werden können.
So werden wiederum zahlreiche Türen geöffnet und die bisherige begeisterte Aufnahme des Projektes bei Partnern, Unternehmen und dem Land Niedersachsen lässt vermuten, dass die neuen Ideen „einschlagen werden wie ein Blitz.“
Das Projekt wird die wissenschaftlichen Netzwerke Göttingens, die durch zahlreiche gemeinsame Erfolge gefestigt sind, noch weiter stärken und um die Kooperation mit der TU Braunschweig, dem Fraunhofer IST, dem bundesweiten Netzwerk INPLAS e. V. sowie die Einbindung vieler regionaler und überregionaler Unternehmen bereichern. Seit dem Beginn der Arbeit von NIP im Dezember 2009 wurden schon neun Forschungsprojekte erarbeitet, die in 2010 anlaufen werden. Die Strukturen des Verbundes ermöglichen es auch, noch mehr interessierte kleine und mittelständische Unternehmen mit einzubeziehen und so weitere wertvolle Impulse für die Forschungsarbeit zu gewinnen.
Wohin neue Impulse führen können, zeigen die bisherigen Erfolge der Arbeit mit Plasma: Durch die im LLG entwickelten Geräte kann z. B. der natürliche Rohstoff Holz mit der umweltschonenden Plasmatechnologie länger haltbar gemacht werden, was die Ressourcen entlastet und die Sicherheit im Umgang mit dem Material erhöht. Aber Holz ist längst nicht das einzige Anwendungsgebiet, denn nahezu auf allen Materialien können durch Plasma maßgeschneiderte Oberflächen mit den unterschiedlichsten Funktionen erzeugt werden, die z.B. bei medizinischen Anwendungen große Fortschritte versprechen.
Die Möglichkeiten zur Verwendung von Plasma-Entladungen sind noch längst nicht erschöpft. Viele gemeinsame Projekte stehen bevor, die den Wissenschaftsstandort Göttingen weiterhin attraktiv gestalten und zur nachhaltigen Verbesserung von aktuell genutzten Methoden und zur Bildung neuer Kooperationen genutzt werden können.
So werden wiederum zahlreiche Türen geöffnet und die bisherige begeisterte Aufnahme des Projektes bei Partnern, Unternehmen und dem Land Niedersachsen lässt vermuten, dass die neuen Ideen „einschlagen werden wie ein Blitz.“
Ansprechpartner:
Prof. Dr. W. Viöl
Laser-Laboratorium Göttingen e. V.:
Hans-Adolf-Krebs-Weg 1
37077 Göttingen
Tel: 0551 50 35 50
Mail: vioel@llg-ev.de


