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Gestarteter BMBF-Verbund „Topas“ bündelt Kräfte zur Weiterentwicklung von hocheffizienten Beleuchtungssystemen auf Basis von organischen LEDs.

11.01.2010 Die Firmen BASF, OSRAM Opto Semiconductors, Philips und AIXTRON bestätigen heute den Erhalt der Förderzusage des neuen Verbundprojekts „TOPAS“, der zweiten Phase der OLED 2015 Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). TOPAS steht für Tausend Lumen organische Phosphoreszenz-bauelemente für Anwendungen in Licht-Systemen. Die Partner des Konsortiums konzentrieren sich in diesem Projekt auf die Entwicklung innovativer Materialien und Bauteilarchitekturen sowie neuartiger Fertigungsmaschinen für Beleuchtungslösungen mit hocheffizienten organischen Leuchtdioden (OLED). Dabei können sie auf erfolgreiche gemeinsame Entwicklungen im ebenfalls vom BMBF geförderten Vorgängerprojekt „OPAL 2008“ aufbauen.

Quelle: optischetechnologien.de, 11.01.2010

 

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  Unter UV-Licht werden phosporeszierende Emittermaterialien für Organische
Leuchtdioden (OLED) getestet. Diese phosphoreszenten Emitter sind
halbleitende Metallkomplexe, die Licht der gewünschten Wellenlänge abgeben
(Quelle: BASF).

„Die Materialien der BASF konnten ihr Leistungsvermögen bereits in sehr effizienten Dioden mit mehreren tausend Stunden Lebensdauer und extrem hohen Quantenausbeuten unter Beweis stellen“, erklärt Dr. Elmar Keßenich, Projektleiter bei der BASF Future Business GmbH. Damit sei bereits ein großer Schritt hin zum nächsten Ziel von über 10.000 Stunden Lebensdauer getan. Das entspricht ungefähr der zehnfachen Lebensdauer einer Glühlampe. Neben hoher Effizienz und Lebensdauer ist ein hoher CRI (Color Rendering Index, >80) für exzellente Lichtqualität entscheidend. Mit dem Emitterportfolio von BASF können CRI-Werte von über 90 erreicht werden. Im Teilverbund Materialien arbeitet BASF mit Partnern an der Universität Bayreuth, den Technischen Universitäten Dresden und Braunschweig sowie der Universität München zusammen. Diese Weiterentwicklung der Emittermaterialien ist essentiell für Fortschritte in der OLED-Technologie.


„Die Bestätigung unserer Arbeit und die Förderung des Projektes TOPAS 2012 durch das BMBF stärken nachhaltig unsere herausragende Position in der OLED Forschung – auch gegenüber dem internationalen Wettbewerb“, betont Dr. Karsten Heuser, Verbundkoordinator und Leiter der OLED Aktivitäten von OSRAM Opto Semiconductors.

Im Fokus der Forschungsarbeiten von TOPAS steht die Entwicklung von OLEDs für die Beleuchtung der Zukunft. Benötigt werden dazu alle Grundfarben, insbesondere die auf dem Markt derzeit noch fehlenden, hocheffizienten und langzeitstabilen Blauemitter. Blaue Emitter stellen sicher, dass alle gewünschten Farbtemperaturen von kaltweiß bis warmweiß mit der OLED-Beleuchtung umsetzbar sind. Dabei bilden aufgedampfte Materialien die Qualitätsspitze der derzeitigen OLED-Technologie und stehen für lange Lebensdauer bei hoher Leuchtdichte und Effizienz. Innerhalb des Verbunds konzentriert sich OSRAM Opto Semiconductors auf eine transparente OLED Lösung mit einer Fläche von einem Quadratmeter. Der Partner Philips strebt die Entwicklung von besonders hellen, monolitischen OLED Systemen mit 1000 Lumen an, und AIXTRON arbeitet an Produktionsanlagen mit hochratigen Abscheidekonzepten auf Basis ihrer OVPD Technologie (siehe unten).

„Da Licht für etwa 20 Prozent des weltweiten Energieverbrauches verantwortlich ist, ist die Entwicklung energiesparender Lichtlösungen besonders wichtig, um einen praktischen Beitrag zur Reduzierung des CO2 Aufkommens zu leisten und damit der Erderwärmung entgegen zu treten.“ bekräftigt Dr. Dietrich Bertram, Leiter der OLED Aktivitäten bei Philips.  Die Vorteile der OLED Technologie liegen in der Effizienz, die heute bereits höher ist als bei herkömmlichen Halogenlampen und künftig Effizienzwerte von Energiesparlampen erreichen soll sowie im neuartigen flächigen Design. Darüber hinaus kommt sie ohne Energie-schluckende Diffusoren aus. Flächige, nur wenige Mikrometer dünne OLED-Lichtquellen bieten nicht nur neue Optionen fürs Design, sondern sind auch deutlich angenehmer für den Nutzer, da sie im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Punktlichtquellen nicht blenden und weniger harte Schatten bilden.


Die Partner des Forschungsverbunds „Topas“

OSRAM Opto Semiconductors
OSRAM gehört zum Sektor Industry von Siemens und ist einer der beiden führenden Lichthersteller der Welt. Die Tochtergesellschaft OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg, Deutschland, ist Spezialist für Beleuchtung, Sensorik und Visualisierungen, die auf der Halbleitertechnologie basieren.

AIXTRON
AIXTRON stellt OVPD® (Organic Vapor Phase Deposition) -Produktionsanlagen her mit Fokus auf die Anforderungen für OLED-Technologien. In dem Verfahren werden die organischen Materialien äußerst präzise und mittels eines inerten Trägergases zum Substrat transportiert, wo sie abgeschieden werden. AIXTRON ist ein führender Anbieter von Depositions-Anlagen für die Halbleiter-Industrie zur Herstellung von leistungsstarken Bauelementen für elektronische und opto-elektronische Anwendungen auf Basis von Verbindungs-, Silizium- und organischen Halbleitermaterialien sowie Kohlenstoff-Nanostrukturen. Seit über 25 Jahren werden AIXTRON-Anlagen mit geringen Betriebskosten zur Massenproduktion von Verbindungs-Halbeitermaterialien eingesetzt.

Royal Philips Electronics
Bei der Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden steht die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen durch zeitgerechte Einführung von technischen Innovationen im Fokus. Als weltweit führender Anbieter in den Bereichen Healthcare, Lifestyle und Lighting integriert Philips Technologien und Design-Trends in neue Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind und auf umfangreicher Marktforschung basieren.

BASF und BASF Future Business GmbH
BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen und Veredlungsprodukten bis hin zu Pflanzenschutzmitteln, Feinchemikalien sowie Öl und Gas. Die BASF Future Business GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der BASF SE und wurde im Jahr 2001 gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich auf chemiebasierte neue Materialien, Technologien und Systemlösungen. Die BASF Future Business GmbH bedient sich zum einen BASF eigener Einheiten für Forschungsaufgaben und kooperiert zum anderen mit Start-up-Unternehmen, Industrie-Partnern, Universitäten und potentiellen Kunden.
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