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Kaiser-Friedrich-Forschungspreis für Münchner Forscher

Quelle: goslarsche.de, 13.05.2009 --- GOSLAR. Der Kaiser-Friedrich-Forschungspreis, mit 15.000 Euro dotiert und vom Goslarer Unternehmer Dr. Jochen Stöbich ausgelobt, geht nach München.

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  Kaiserlicher Preis für eine Münchner Forschergruppe (v. l.): Stifter Dr. Jochen Stöbich
zeichnet Alexander Bachmann und Kaveh Kashani-Shirazi von der TU München sowie
Rainer Strzoda, Andreas Hangauer von der Siemens AG für ihre innovative Arbeit
zum Thema „Optische Sensorik“ aus.
Foto: Schenk

Die Jury hob in ihrem einstimmigen Votum den hohen Innovationscharakter, die große industrielle Bedeutung und das breite Anwendungsspektrum besonders hervor.
Stöbich zeichnete am Dienstag während des Innovationsforums Photonik in der Kaiserpfalz eine Kooperation der Halbleitertechnologiegruppe des Walter Schlottky Instituts der TU München und der Siemens AG aus, zu der insgesamt ein halbes Dutzend Forscher zählen. Alexander Bachmann, Kaveh Kashani-Shirazi und Markus-Christian Amann vertreten die bayrischen Uni-Farben. Jia Chen, Andreas Hangauer und Rainer Strzoda arbeiten bei Siemens und nahmen am Stammsitz der Gründerfamilie den Forschungspreis entgegen.

Gemeinsam entwickelten die Wissenschaftler einen neuartigen Laser und einen passenden spektroskopischen Sensor, mit deren Hilfe gasförmiges Kohlenmonoxid sekundenschnell in der Luft nachgewiesen werden kann – vielleicht nehmen die häufigen Fälle von Erstickungstod bei Wohnungsbränden dank dieser Erfindung in naher Zukunft ab. Aber auch Anwendungen in der Umwelt-, Medizin- und Klimatechnik versprechen hohes sicherheitstechnisches, wirtschaftliches und wissenschaftliches Interesse.

Stöbich nutzte die Preisverleihung für ein kurzes Zwischenresümee. Vor zehn Jahren habe er die Idee seines inzwischen verstorbenen Freundes, des Clausthaler TU-Professors Dr. Ulrich Draugelates, aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Heute erkenne er an vielen Aspekten, dass die Auszeichnung „sehr positiv besetzt ist“ – Qualität und Zahl der Einreichungen sind nur zwei davon.

Die Bedeutung der „Optischen Technologien“ gerade für eine Steigerung der Energieeffizienz hatte eingangs auch Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hervorgehoben. „Bei limitierten Ressourcen und wachsender Nachfrage auf unseren Planeten kann diese Schlüsseltechnologie helfen, weltweit drohende Konflikte um den Zugang zu vermeiden“, betonte Gabriel und hob Stifter Stöbich als lebendes Beispiel für eine „richtige deutsche Erfolgsgeschichte“ vor.

„Breite braucht Spitze, aber Spitze erzeugt auch Breite“, freute sich Oberbürgermeister Henning Binnewies über den in der Stadt und darüber hinaus wirkenden Glanz der jungen Goslarer Forschungseinrichtungen wie EFZN und Fraunhofer und forderte noch mehr „Nachwuchs für die Naturwissenschaften.“

Gedruckte GZ: Welchen Hintergrund und welche Historie der Kaiser-Friedrich-Forschungspreis hat, lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe.

 

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